DIE ZAUBERIN VON OZ

In der Anstalt des berühmten Prof. Dr. Candy – seine Kolleg*innen aus dem asiatischen Raum nennen ihn gar den „Zauberer“ – sollen die so gar nicht gesellschaftsfähigen Privatpatient*innen mittels der berühmten Oz-Methode geheilt werden – und Heilung bedeutet hier nicht einfach ‚fit für den Arbeitsmarkt‘! Doch die Insass*innen zeigen sich überraschend unkooperativ: Willi G. Stahl hadert mit seiner Rolle als Blechmann, Vogelscheuche Roy Aal will eigentlich nur einen kostenlosen Schlafplatz, Dorothy, wissend dass Sprache Realität schafft, fordert eine radikale Änderung des täglichen Sprachgebrauchs, indem mensch das Wort ‚man‘ konsequent durch ‚mensch‘ ersetzt. Und die Radikalfeministin Regina Vulvina stellt als politische Feindin (Sozialistin!) eine Gefahr für den Professor und seine Methode dar und weigert sich darüber hinaus, die ihr zugedachte Rolle als Hexe zu übernehmen…Gibt es ein richtiges Leben im Falschen? Sind Tupperbananas die Büchse der Pandora? Und wo ist eigentlich der verdammte Löwe?

 

Pressestimmen:

»Das KollektivEINS führt das Festivalthema mit einer furiosen Übermalung des ‚Wizard of Oz‘ ad absurdum; in seiner ‚Zauberin von Oz‘ assoziiert das Quartett den queeren Filmklassiker mit der Tablettensucht seiner Hauptdarstellerin und legt Dorothy, der Hexe und dem Blechmann eine Suada gängiger Gender-Thesen in den Mund. In atemloser Komik (sehr lustig: Carolin Wiedenbröker) werden sämtliche Geschlechterfragen diskutiert und gleich wieder veralbert – aufdringlich mitgesprochene Gender-Sternchen im Dialog der ‚Schauspieler*innen‘ inklusive.«

Theater der Zeit, Okt. 2017

 

»Bei Geschlechtern wird uns schlecht“ und „Kein Schwanz ist so hart wie das Leben“ sind so Kalauer des Kollektivs Eins, das seine Jux-Revue mit den Figuren des „Zauberers von Oz“ kennzeichnet. Geschlechtsidentitäten abgeschafft!  Anarchistisch wird Individualität gefeiert.«

taz.Nord, 09.09.2017

Buch und Regie: Paula Thielecke, Sören Hornung

Bühne & Kostüme: Lisa Jacobi

Ausstattung: Harry Rischmüller

Dramaturgie: Marie Senf

Regieassistenz: David Janocha

Mit: Carolin Wiedenbröker, Janosch Schulte, Paula Thielecke, Stefan Hornbach, Sören Hornung