Paula Thielecke

*1990 im Osten Berlins geboren

ist Regisseurin, Schauspielerin, Autorin,
Performerin, Sprecherin. Sie beschäftigt sich mit queerfeministischer und antikapitalistischer Theorie und Sinnlichkeit. Diese Themen im Theater zu verankern, wo die Kette Gedanke – Wort – Tat revolutionäres Potential bekommen kann, ist ihr ein tiefes Bedürfnis. Gängige Narrationen
aufzubrechen und ihnen die Erzählungen unerhörter Subjekte entgegenzustellen, ist ihre Priorität.
2012 bis 2015 studierte sie an der Akademie für Darstellende Kunst Baden Württemberg in Ludwigsburg.
Als Schauspielerin war sie u.a. an der Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz, dem Theater Mühlheim an der Ruhr und dem Theater Heidelberg beschäftigt. Gemeinsam mit Nele Stuhler erarbeitete sie die Produktionen „Mauerschau“ und „Keine Ahnung“ für die Sophiensæle Berlin.
Diese wurden u.a.zum Dramatiker*innen – Festival des Uni.T. Graz, dem Out Now Festival der Schwankhalle Bremen, zum Festival „30 Jahre Mauerfall“, sowie dem Performing Arts Festival der Stadt Berlin eingeladen.
Als Regisseurin und Autorin gründete sie 2012 gemeinsam mit Sören Hornung die Künstlergruppe KOLLEKTIV EINS. KOLLEKTIV EINS arbeitete u.a. am Theater Osnabrück, Volkstheater Rostock, Schlossplatztheater Köpenick. Seit September 2019 ist das Kollektiv durch die DOPPELPASSFÖRDERUNG DER KULTURSTIFTUNG DES BUNDES für eine zweijährige Zusammenarbeit mit dem Theater Chemnitz und dem Kosmos Theater Wien gefördert. Teil dessen ist in der Spielzeit 19/20 eine zehntägigee Dauerperformance im öffentlichen Raum und die Inszenierung „Sex Smells“ am Kosmos Theater Wien in der Regie und Autorschaft von Paula Thielecke.
Gemeinsam mit Marie Jordan entstand im Sommer 2019 auf dem THEATERNATUR FESTIVAL die Inszenierung „Die Legende vom Glück ohne Ende (nach Paul und Paula)”. Seit 2019 wird Paula Thielecke als Regisseurin und Autorin durch HENSCHEL SCHAUSPIEL vertreten.